Was, wenn sie es nochmal tut?

2003-03-23

BritneySo langsam beruhigt sich mein aufgewühltes Gemüt wieder und ich schaffe es meine unruhigen Gedanken zu ordnen. Oops, I Did It Again, ich habe gesündigt und mir eine Sneak angeschaut… und Oops, es war die liebe Britney mit ihrem tollen Film Not A Girl. Vielleicht ist meine Meinung zum Film schon an den ersten Zeilen, die ich hier schreibe, ersichtlich, aber genaueres folgt sofort. Der Bericht wird aber diesmal etwas kürzer ausfallen, denn ich möchte meine kostbare Zeit nicht zu sehr verschwenden, dies habe ich in den 94 Minuten ?Unterhaltungsfilm? schon genug getan.

STORY

Die Collegestudentin Lucy (Britney Spears, *kreisch*) ist eine wahre Musterschülerin, doch wie das mit den Strebern so ist, die haben nicht viel von der Welt. Um diesem Zustand zu einem flotten Ende zu verhelfen, wollen die 3 Freundinnen Lucy (immer noch Britney, *kreisch*), Kit (Zoe Saldana) und Mimi (Taryn Manning) in den Sommerferien zu einem Talentwettbewerb nach LA aufbrechen. Ihnen schließt sich der super süße Ben (Anson Mount) an. Die Fahrt verläuft ruhig doch es beginnt sich eine ?klitzekleine? Romanze zwischen Ben und Lucy anzubahnen. Leider geht dem Quintett dann das Geld aus und eine Autopanne tut ihr übriges, doch glücklicherweise kann Brit… äh Lucy ja singen und tut dies in diversen Bars und singt sich somit in das Herz von Ben. Not to be continued!

MEINUNG ZUR STORY

Oops, ich habe das schlimme Wort Story geschrieben. Eigentlich ist es keine richtige Story, denn es fehlt die Handlung. Alles was man als solche interpretieren könnte sind die lange, lange Fahrt nach LA und die Liebschaft zwischen Ben und Lucy, aber eigentlich ist es einfach nur das ganz normale amerikanische Leben, welches von Tamra Davis, recht gut verfilmt wurde. Es fehlt der Story einfach nur an Höhepunkten, effektiv ist nur einer drin *fg* Oops, das war böse! Egal, die Story ist gut zum Einschlafen geeignet, aber für das Kino ungeeignet. Die Regisseurin hat da das Beste daraus gemacht.

MEINUNG ZU DEN DARSTELLERN

Oops, bin ich hier bei Kinderquatsch mit Michael?

Die ?Schauspieler? zeigen hier in dem Film wirklich ihr ganzes Können, aber dazu im Einzelnen mehr.

Britney Spears
Die gute Britney (*krei– ich lass es) hüpft sehr zierlich und hautbetont durch die kalifornische Sommerlandschaft und zeigt einfach alles. Leider endet dieses Alles schon, kurz bevor es aus ihrem Mund kommt und das ist auch gut so. Ob sie singen kann oder nicht, dass steht hier nicht zur Debatte, Schauspielern kann sie jedenfalls nicht wirklich. Am ehesten würde ich sie mit einem Soapblümchen vergleichen, nur dass diese leider nicht so viel Geld von der Produktionsfirma bekommen. Sie spielt etwas zu unkonzentriert, das mag für die Rolle gut sein, aber man merkt ihr einfach fehlende Professionalität an und das sogar sehr. Schuster bleib bei deinen Leisten und Britney (*k–, ist ja schon gut) mach lieber den Mund auf und zu während Playback läuft und wippe dazu im Takt, das kannst du und die Sache mit dem Schauspielern solltest du dir nochmal ernsthaft überlegen.

Dan Aykroyd
Nur ganz kurz, aber wenigstens ein Glanzlicht. Er hat es nicht verlernt, auch wenn er langsam in die Jahre kommt. Wenn er ins Bild tritt, blendet er die Teenys alle einfach aus. Schade, dass er auf seine alten Tage noch Rollen in solchen Filmen annehmen muss. Was ist aus Elwood Blues geworden?Anson Mount
Er ist der einzige der Teenys, den man als ?Schauspieler? bezeichnen könnte. Er hat sogar schon in einigermaßen bekannten Filmen mitgespielt, auch wenn dies seine erste richtige Hauptrolle (so mit richtig viel sprechen und so) ist. Zu sehen war er aber z.B. in Risiko, der kam letztens mal im TV. Seine schauspielerische Leistung möchte ich mal mit ein wenig Skepsis, aber trotzdem nüchtern mit ?gut? bewerten. Er bringt auf jeden Fall seine Rolle gut rüber, was man bei Britney leider nicht anrechnen kann, denn Britney spielt eigentlich nur sich selbst.

REGISSEUR

Wie vorhin schon erwähnt, hat Tamra Davis diesen Film beaufsichtigt. Dies ist ihr auch eigentlich, angedenk des unglaublichen Potenzials der Story, welche übrigens von Shonda Rhimes, einem völligen Newby in der Szene, verbrochen wurde, und den unendlich begeisterungsfähigen Schauspielern gut gelungen. Einen Oscar für bester Film unter miesesten Bedingungen gibt es allerdings nicht, aber ich denke an den hat sie bestimmt auch nicht gedacht.

MUSIK

Jepp, da steht doch tatsächlich Musik von Britney Spears im Abspann. Wenn wir es realistisch sehen, dann vernudelt Britney hier hauptsächlich ihre allgegenwärtigen Songs und zudem macht sie sich noch (hoffentlich) ungewollt über richtige Stars, wie Madonna, lustig indem sie ihre Songs nachsingt. Jedem das Seine, mein Musikgeschmack ist es definitiv nicht.

FAZIT

Britney hat gezeigt was in ihr steckt und tut dies hoffentlich nicht noch einmal. So könnte man den Film kurz resümieren, aber auch in der Langfassung kommt nicht sehr viel mehr positives heraus.Not A Girl ist nicht mehr und nicht weniger als ein etwas längeres Musikvideo, ohne richtige Story und mit wenig Schauspielerischer Leistung. Wenn man mehr von dem Film erwartet hätte, dann sollte man auf keinen Fall hinein gehen, wenn es einem aber reicht, dass man Britney (*kreisch*, ich musste mal wieder) auf einer überlebensgroßen Leinwand sieht, dann kann man den Film ruhig anschauen.

UPDATE:

And the winner of the golden raspberry is…

Schlechteste Hauptdarstellerin:
Britney Spears

Schlechtester ‘Original’ Song:
“I’m Not a Girl, Not Yet a Woman” Written by Max Martin, “Rami” & Dido Armstrong