Ein lustiger Film über Amerika und die Anderen

2009-05-02

Charlie WilsonDer auf einer wahren Begebenheit beruhende Film “Der Krieg des Charlie Wilson” erzählt in einer Rückblende die Ereignisse die in den 80ern zum Sieg der afghanische Freiheitskämpfer gegen die Rote Armee führten.

Charlie Wilson (Tom Hanks) ist ein gewiefter Kongressabgeordneter und ein Lebemann, der sich sein Büro mit aufreizenden Sekretärinnen ausstaffiert hat. Seine gute Freundin Joanne (Julia Roberts) macht ihn eindringlich auf die Probleme in Afhganistan aufmerksam und der CIA-Agent Gust (Philip Seymoure Hoffman) bringt die nötige technische Grundbildung und -ausstattung mit. Das Trio fängt nun an Mittel im Senat für eine Geheimoperation anzuwerben um die afghanischen Freiheitskämpfer gegen die Rote Armee zu unterstützen.

Über den Film

Nach einem etwas irritierenden Anfang in einem Wirlpool beginnt der Film eine politische Intrige zu spinnen, die im Endeffekt wirklich bemerkenswert und auch nachvollziehbar ist. In der von mir gesehenen englischen Version kann man sehr schön die sprachlichen Unterschiede zwischen den Nationen feststellen und auch, dass _Tom Hanks_ leider kein bisschen Texanisch spricht; Dafür aber der Gouverneur umso mehr.

Der Plot des Filmes baut sich langsam auf und gipfelt zwischendrin in bizarren Erkenntnissen in sinnloser Kriegskunst, die von den Amerikanern betrieben wurde. Dies gipfelt darin, dass Charlie Wilson zwar zig Millionen US-Dollar für Waffen zur Verfügung gestellt bekommt, aber nicht eine Million für den Aufbau von Schulen.

Die Schauspieler

_Tom Hanks_ spielt gewohnt seriös aber mit einer leicht ironischen Note. Er findet immer die richtige Mimik für die jeweilige Situation und liefert damit eine gewohnt gute Leistung ab.

_Julia Roberts_ ist in ihrer Rolle eher unscheinbar, den eigentlich religiösen Touch den die Rolle wohl haben soll bringt sie aber nicht so rüber. Trotzdem brilliert sie in den Szenen in denen sie mit gewählten Worten und Gesten ihre männlichen Kollegen bezirzt.

_Philip Seymore Hoffman_ ist genial! Meiner Meinung nach ist die Oskarnominierung für die beste Nebenrolle absolut berechtigt. Seine leicht schnodderige und doch pointierte Art des Gust ist eine großartige Leistung. Allein hierfür lohnt es sich ins Kino zu gehen.

Die Musik

Die Musik gliedert sich gut in die 80er ein und der Score bietet eine gelungene Untermalung der jeweiligen Ereignisse. Trotzdem nichts zum ohne Film anhören.

Fazit

Ich fand den Film klasse. Nach zahlreichen sonderbaren Filmen, endlich mal wieder ein Sneakfilm der unterhalten konnte und zwar auf gutem anspruchsvollem Niveau. Ich empfehle den Film gern jedem weiter, der nicht grundsätzlich was gegen Politikfilme hat. Wem beispielsweise “Wag the Dog” gefiel, dem wird “Der Krieg des Charlie Wilson” sicherlich auch gefallen.