Gestern war mal wieder Sneak, also hier diesmal pünktlich die Berichterstattung.
Es lief der Film “LOL -Laughing Out Loud“. Eine französischer Komödie um ein pariser Mädchen namens Lola, genannt LOL, ihre Freunde, Familie, Schule, Musik, englische Klischees und natürlich eine Prise Humor. Ich schrieb “Jugendfilm”, um nicht versehends in Teeny-Film abzurutschen, denn mit ähnlich gelagerten amerikanischen oder deutschen Filmen lässt sich LOL nicht vergleichen.
Der Film selbst lebt von der frischen modernen Erzählweise, guten Schnitten (Mutter und Tochter gleichzeitig beim “ersten Mal”) und einem passenden Soundtrack. Die Schauspieler sind durchweg ehrlich und überzeugend. Sophie Marceau (bekannt aus La Boum – die Fete) spielt Lolas Mutter als resolute 40erin die an ihrer pubertierenden Tochter Lola und ihren eigenen Beziehungen nahezu verzweifelt. Christa Theret spielt die 15jährige Lol, gefangen im Strudel der Liebe und Familienuneinigkeiten.
Als England-Fan war ich begeistert von der Darstellung der englischen Klischees, während einer Klassenfahrt nach England. Da kommt natürlich sofort der Regen wie Bindfäden und die lieben ältlichen englischen Damen sehen aus als wären sie gerade vom Bridge-Tisch aufgesprungen.
Die Stimmung im Film ist authentisch und auch wenn einige Handlungsstränge nur halbherzig abgehakt wurden, hinterlässt der Film einen durchweg positiven Eindruck. Sehr empfehlenswert! Mit fast 2h (107 Minuten) sitzt man übrigens überraschend lang im Kino.
Photo by BuouAm Wochenende war es soweit. Ich habe das erste Mal einen richtigen Kinofilm in 3D gesehen. Ice Age 3 war der Film der mich in die dritte Dimension entführen wollte.
Der Film selbst ist wirklich nett gemacht, einige Lacher und lustige Charaktere. Die Story selbst… naja einfach gehalten.
Ich wollte den Film aber unbedingt in 3D sehen. Also rein ins Kino, Brille auf und los gehts. Die Brillen sind sogenannte LCD-Shutterbrillen. Abwechselnd im Takt des Leinwandbildes werden die Augen mit der Brille abgedunkelt, so für jedes Auge praktisch ein eigener Film abläuft. Dadurch entsteht, bei entsprechend hohen Bildwiederholraten (Hertz-Zahlen), der Effekt eines einzigen 3D-Bildes vor den Augen.
Das größte Manko an dieser Technik ist die Wiederholrate des Bildes. Evtl. kennt das ja jemand von den frühen Versuchen von ELSA die 3D-Technik an die Heimmonitore zu holen. Das ganze scheiterte kläglich (wurde aber in letzter Zeit von Nvidia wiederbelebt) an den zu geringen Bildwiederholraten der Monitore. Man sollte wenigstens 100 Hz darstellen (ab 50-60Hz ist es theoretisch möglich), um dann für jedes Auge mit 50Hz ein einigermaßen ruhiges Bild zu erhalten. Besser wären natürlich 200Hz. Heutige Fernseher können teilweise bereits solche Wiederholraten darstellen, so dass auch dem Einzug des 3D-Films in die heimischen Wohnzimmer nichts im Wege steht.
Photo by spike55151Die zwei größten Schwachpunkte an der beschriebenen Technik der 3D-Shutterbrillen sind daher die Wiederholrate des Films bzw. Projektors und die Synchronisation zwischen Brille und Film. Kommt es bei einem der beiden zu Fehlern oder leichten Abstimmungsschwierigkeiten wird der Kinobesuch zum Kopfschmerzerlebnis.
Das war leider teilweise während des Films der Fall. Da Teile des Films super liefen, vermute ich die Probleme eher in der Synchronisation mit der Brille, evtl. bedingt durch unsere ungünstige Sitzposition. Das werde ich beim nächsten Mal auf jeden Fall zu verbessern versuchen. Ein weiteres Manko war für mich als Brillenträger die Doppelbelastung auf der Nase. Da muss sich auf jeden Fall noch was tun, denn wirklich lange Kinofilme würde ich vermutlich nicht mit Brille aushalten. Vielleicht ist das auch der eigentliche Grund dafür, dass Harry Potter 7 in zwei Filme geteilt wird.
Ich fand den 3D-Eindruck im Film Ice Age 3 allerdings nicht sooo berauschend. Es hatte mehr etwas von Normalität. Momentan sollten 3D-Filme meiner Meinung nach noch einige 3D-Effekte vorzuweisen haben, die einen Wow-Effekt haben. Tunnelfahrten und ins Kino hineinfliegende Dinge sind jetzt nichts mehr beeindruckendes.
Es war mal wieder ein Sneakmontag, der Film wurde als unbedingt sehenswert angepriesen, also bin ich rein. Was dann folgte waren wohl die schlimmsten 80 Minuten Film die ich lange gesehen habe.
-] Story [-
Daniel, gespielt von Daniel Travis und Susan (Blanchard Ryan) wollen mit einem kurzen Tauchurlaub dem Alltagsstress entfliehen. Auf dem Tauchgang verzählt sich der Aufpasser und die beiden werden auf offener See (Open Water) vergessen. Erst am nächsten Morgen wird entdeckt dass die beiden fehlen und eine Rettungsaktion eingeleitet. Die beiden haben inzwischen die Nacht, Durst, Hunger, Übelkeit und Haiattacken hinter sich.
Die beschriebene Story ist nahezu komplett, lediglich das Ende habe ich weg gelassen. Dies zeigt schon einmal sehr schön was für eine tiefgehende Story man erwarten kann. Zugute halten muss man dem Drebuchautor und Regisseur Chris Kentis, dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht. Read the rest of this entry »
Wieder mal eine Sneak und wieder mal mittelmäßiger Film.
“Ossi’s Eleven” ist eine nette Komödie, die vom unsinnigen Plan eine Altmünzverwertung zu überfallen handelt.Oswald (Tim Wilde) wird aus dem Gefängnis entlassen und hat schon wieder einen Plan. Mit seinen alten Kumpels (z.b. Karl alias Stefan Jürgens) und auch neuen Freunden (z.b. Thommy alias Sascha Schmitz/Sasha) schmiedet er einen Plan wie man die alte Gießerei, die jetzt die alten D-Mark-Münzen verwertet überfallen und das ganze Geld klauen kann.
Hintergrund
Die Parallelen zu Ocean’s Eleven sind nicht zu verkennen: Die Phasen des Raubes sind identisch. Erst die Anwerbung, dann das Planen, dann Trainieren, dann die Ausführung. Die Erzählweise weicht hierbei allerdings vom Original ab indem viel mehr direkt passiert.
Der Zuschauer sitzt ungefesselt und von sehr lahmen Gags und Zoten (“Kannst du eigentlich schwimmen?” – “Wieso willst du mit mir ins Schwimmbad?” – “Nein, ich wollte dich mal ins Becken stoßen!”) gelangweilt im Kinosessel und lässt die Handlung, die von vornherein schon zum Scheitern verurteilt ist, über sich ergehen.
Im Verlauf der Geschichte werden zahlreiche Ossi-Klischees tot getreten (es spielt ein IM mit und zwei unbewusst gedopte Leistungssportler) und fleißig “dialektelt”. Die Geschichte zerfällt im Verlauf des Filmes in gefühlte 1000 Nebenhandlungen, die absolut keine Relevanz für die Haupthandlung haben, aber gegen Ende sinkt die Nervtötungsrate und der Film schafft es gerade noch ein bisschen Gefühl unter den Klamauk zu mischen, so dass es doch zu einem ganz guten Kinoerlebnis wird.
Schauspieler
Der Hauptdarsteller Tim Wilde (Oswald) hält sich sehr zurück, so dass er den Blick auf die recht gut dargestellten Nebenrollen frei macht. Stefan Jürgens als zotteliger und Zoten reißender Brummifahrer Karl wirkt glaubwürdig und nicht übertrieben. Sascha “Sasha” Schmitz alias Thommy wirkt blass, farblos und gekünstelt. Ich hoffe er bleibt in Zukunft beim Singen. Manfred Möck, der den einsamen IM Konrad spielt, ist großartig. Er sorgt auch für ein paar der besten Momente im Film, sowohl von Seite der Story als auch die emotionalsten Momente.
Die restliche Crew ist zwar lustig anzuschauen, fällt aber trotz zahlreicher Monologe/Dialoge kaum auf. Die beiden Sportler Axel (Götz Otto) und Bruno (Michael Brandner) unterhalten sich zwar viel und haben tragische Rollen, aber sie spielen sich nur sehr beiläufig ab und haben keine tragende Brisanz in der Haupthandlung.
Musik
“Ossi’s Eleven” wird recht stimmungsvoll von Pop- & Rockmusik untermalt, die teilweise von Sasha selbst bzw. Dick Brave stammt. Ansonsten ist mir kein besonderer Score aufgefallen, was auf dessen Fehlen hindeuten könnte.
Der Film bekommt von mir 3/5 Sterne und damit eine mittlere Bewertung. Ich denke man kann sich den Film schon mal anschauen, lacht ein bisschen dabei und wird nicht zu sehr geärgert. Fürs Kino taugt der Film aber leider nicht, im Fernsehen oder auf Video kann man ihn sich aber getrost mal anschauen.
Der auf einer wahren Begebenheit beruhende Film “Der Krieg des Charlie Wilson” erzählt in einer Rückblende die Ereignisse die in den 80ern zum Sieg der afghanische Freiheitskämpfer gegen die Rote Armee führten.
Charlie Wilson (Tom Hanks) ist ein gewiefter Kongressabgeordneter und ein Lebemann, der sich sein Büro mit aufreizenden Sekretärinnen ausstaffiert hat. Seine gute Freundin Joanne (Julia Roberts) macht ihn eindringlich auf die Probleme in Afhganistan aufmerksam und der CIA-Agent Gust (Philip Seymoure Hoffman) bringt die nötige technische Grundbildung und -ausstattung mit. Das Trio fängt nun an Mittel im Senat für eine Geheimoperation anzuwerben um die afghanischen Freiheitskämpfer gegen die Rote Armee zu unterstützen. Read the rest of this entry »
War gerade in der Sneak und habe FC Venus gesehen. Hier aber nix zum Inhalt, den kann man auch anderswo lesen. Ich wollte nur mal kurz meine Meinung sagen.
Der Film startete mit einem “Oh-Nein, ein Fußballfilm!” und endete mit einem “Klasse Komödie über Männer, Frauen und Rasenspiele!”. Die Umsetzung des Geschlechterkampfes ist genial auf komödiantische Weise auf den Rasen verlegt worden. Die musikalische Untermalung des Filmes ist immer sehr treffend und situationsbezogen.
Den Film kann sich eigentlich jeder anschauen, der Komödien mag und nicht zu sehr vom Fußball besessen ist. Absolut auch für Frauen zu empfehlen.
Danach eine weitere Staffel kaufen. Hierbei aber darauf achten, dass nur Staffeln ab Nummer 2 der jeweiligen Serie gezählt werden. Nun nur noch Kassenzettel zusammen mit dem Coupon an Twentieth Century Fox Home Entertainment einsenden und 5 EUR zurück bekommen.
Wichtig! Einsendeschluss für den Coupon ist der 31.05.2006. Ich denke ich werde das auf jeden Fall nutzen.