Tag: diplomarbeit

Abkürzungsverzeichnis und Glossar zusammen mit LaTeX

Februar 6th, 2006

Kennt man ja. Man schreibt so seine Diplomarbeit und möchte gern ein Abkürzungsverzeichnis verwenden. Kein Problem denkt man, google hilft bestimmt. Pustekuchen. Hauptsächlich Leute die die gleichen Probleme haben. Also hab ich mich mal selbst an das Problem gesetzt.

Zuerst brauchen wir in der Präambel die entsprechenden usepackage Einträge:

%Darstellung des Glossars und Abkürzungsverzeichnisses einstellen
usepackage[
style=altlist,
hypertoc=true,
hyper=true,
number=none,
acronym=true %dieser Parameter ist der wichtige
]{glossary}

Für die Optionen des glossary-packages verweise ich an die Dokumentation. Darunter, ebenfalls noch in die Präambel:

setacronymnamefmt{gloshort}
makeacronym
makeglossary

Zur Erläuterung. die Option acronym=true schaltet die getrennte Bearbeitung von acronym und glossary ein. Der Befehl setacronymnamefmt{gloshort} setzt den ersten Wert im Abkürzungsverzeichnis auf die Abkürzung selbst. Die beiden daraufhin folgenden make-Befehle schalten die Erstellung der Verzeichnisse ein.

Jetzt geht es ans fröhliche Erstellen von Abkürzungen und Glossareinträgen:
Eine Abkürzung:

newacronym{LAN}
{Local Area Network}
{description=Local Area Network}

Ein Glossareintrag:

glossary{
name=Individualsoftware,
description={Individualsoftware zeichnet sich dadurch aus, dass sie nur für einen oder für wenige Anwendungsfälle geschaffen wird.}
}

Was nun noch fehlt, sind die entsprechenden Verzeichnisse im Dokument. Dazu einfach ein printacronym und ein printglossary an die entsprechenden Stellen im Dokument schreiben. Um den Glossar zu generieren, braucht es einen makeindex-Durchlauf mit den Parametern “-s %tm.ist -t %tm.glg -o %tm.gls %tm.glo“, wobei %tm den Dokumenttitel darstellt (bei mir wäre das “Diplomarbeit”). Damit das Abkürzungsverzeichnis auch noch generiert wird, muss allerdings ein weiteres “makeindex” durchlaufen werden. Dafür habe ich unter Verwendung des TeXnicCenter einen zusätzlichen Nachbearbeitungseintrag im Ausgabeprofil erstellt (siehe Bild). Grundsätzlich lässt sich das natürlich auch in Batchdateien oder Shellscripten unterbringen.
Anwendung: Path/To/makeindex.exe
Argumente: -s %tm.ist -t %tm.alg -o %tm.acn %tm.acr
Unbedingt auf eine aktuelle Version des glossary Paketes achten, denn ältere Pakete haben einen Bug bei der Erstellung des richtigen Kapitelbezeichnungen.

Wenn jetzt alles fertig eingerichtet ist, sollte man mittels LAN auf die Abkürzung LAN verweisen können.

Über Anmerkungen in den Kommentaren freue ich mich natürlich.

[Update]
Links wurden aktualisiert und verweisen nun wieder auf die richtigen Seiten.

Literaturquellen verwalten

Dezember 5th, 2005


Wer viel mit Literaturquellen für eigene Recherchen oder Texte arbeitet der kennt das Problem, dass man diese auch irgendwie verwalten muss. JabRef ist so ein Tool.
Es ermöglicht das einfache Anlegen von Quellen, das Abspeichern in alle gängigen Formate (BibTeX ist das Standardformat) und bietet Imports von citeceer und DOI (für Forschungsberichte).
Man kann sehr komfortabel URLs und PDFs einbinden, so dass man später diese nicht mehr extra heraussuchen muss, wenn man noch einmal etwas nachlesen möchte.
Zusatzpunkte gibt es dafür, dass JabRef komplett in Java geschrieben ist und verschiedene Sprachen unterstützt. Wem die unterstützten Filter nicht reichen, der kann auch externe Filter noch zusätzlich einbinden (vermutlich über XSLT).
Noch einen Pluspunkt hat das Programm. Wenn man etwas umfangreichere Literaturlisten hat, dann kommt man schnell durcheinander. Ordnung behalten helfen die dynamischen oder statischen Gruppen. Die dynamischen Gruppen lassen sich über Stichworte erzeugen, also bspw. alle Bücher von einem bestimmten Autor oder so ähnlich.
Also einfach mal reinschauen und ausprobieren. Der Import klappt im übrigen von schon bestehenden Listen hervorragend.